Kategorie-Archiv: Produkt-Magasin

Produkt-Magasin

Zum Jahresende…

schnitzkunst

…werden seltsame Dinge aus den Kellern ans Licht gezerrt und der Allgemeinheit oder zumindest der Familie dargeboten. Nicht jedem ist zum Beispiel das Glück vergönnt, sich im Besitz eines handgeschnitzten Karl-Stülpner-Altars zu befinden!

Aus dem Getränkemarkt

nitzsche

Vom allgemeinen Irrsinn angesteckt, besuchte Getränkehändler Adolf Nitzsche in Machern (man muß nur machern) am gestrigen Tage das nahegelegene Fashion Outlet Pachnicke/Rhön Außenstelle Tresenwald, um sich für die tollen Tage ein neues Outfit zuzulegen, mit dem er Kunden und Mitarbeitern nicht nur Anerkennung abnötigen, sondern auch Angst und Schrecken einjagen kann. Wichtig bei der Auswahl des Kleidungsstückes war neben der erlesenen Qualität des Stoffes und dem als Bonus beigelegten Mützchen auch die Passform, die einerseits “schlank machen”, andererseits genügend Bewegungsfreiheit gewährleisten sollte, um auf dem Hubwagen im täglichen Wettstreit mit dem irren Staplerfahrer bestehen zu können. Gewiefter Geschäftsmann, der er ist, gelang es Nitzsche, den Verkäufer auch noch einen Quirl beilegen zu lassen, mit dem die freudvolle Züchtigung sowohl der widerspenstigen Beleg- als auch Kundschaft noch einfacher gelingen wird.

Torgisch Bier

torgischbier

Da der Berliner als solcher sich seinem unstillbaren Modernitätswahn und seiner Abneigung allem umgebenden Provinziellen gegenüber willenlos hingibt, ist es möglich, ihm auf obskuren Schwarzmärkten wertvollste, seltenste, berauschendste  Produkte aus untergegangenen Reichen für ein Spottgeld (0,50 EUR) zu entreißen und die heimische Rumpelbude Schatzkammer damit zu füllen.

Der Dissident

Der desolate Herr Schrudel schob sein Sterbebett Krankenbett vor den Fernseher, um das sog. Pokalspiel anzusehen. Obwohl er kein Anhänger von irgendwem oder irgendwas auch immer war, folgte er dem Spiel interessiert, wenn auch annähernd bewusstlos. Bis zum Ergebnis des Gewürges allerdings war es ein langer Weg, der besonders durch den Kommentator und dessen “saublöde Kommentare” (O-Ton Schrudel) gepflastert war, so dass Schrudel den Fernsehton abwürgte, sich zum Plattenspieler schleppte und die darauf schon lange befindliche Platte anwarf (dieselbe bewusst durch eine neue auszutauschen fehlte die Kraft). Es handelte sich kurioserweise um ein Werk der Dissidenten, und zufrieden legte sich Schrudel aufs Sofa, um als Kommentar-Dissident zu sterben sich röchelnd daran zu erfreuen, dass die ihm am wenigsten sympathische Mannschaft schließlich verlor.

Nach Vollzug des Pokalspiels erinnerte sich Schrudel, dass der Verkäufer, bei dem er die Platte auf einer Bärliner Straße erwarb, von einem Mitglied der Dissidenten berichtete, der genau da, auf dieser Straße in Bärlin bei diesem Verkäufer eine Dissidenten-Platte fand und glücksstrahlend an die Brust presste, da er davon selbst kein Exemplar mehr besaß.

Mittlerweile stark delirierend änderte Herr Schrudel sein Testament dahingehend, dass sämtliche Musiker, die einen Beitrag zu seiner Plattensammlung geleistet hatten, sich ihre Schallplatte(n) “zurücknehmen” dürften, sofern sie über kein eigenes Exemplar mehr verfügten.

Ein nobles Ansinnen, wenn auch ungültig, da in unzurechnungsfähigem Zustand verfasst.

Eilmeldung

Badheizkoerper

Wie der Kulturfunktionär dieses Blocks soeben mitzuteilen geruhte, wurden heute vier neue Werke des unsterblichen Malers der Blasegaster Schule GOFTHE veröffentlicht. Um freundliche Beachtung bittet der Kulturfunktionär (der sich als Lohn für diese Schleichwerbung wahrscheinlich wieder mal Schampus und Kanapees beim nächsten Galerierundgang einpfeifen wird).

Klicken Sie also, wenn Sie denn unbedingt wollen, bitte auf gofthe.de

Die Schmierereien Gemälde werden wie immer kurz und sachbündig erklärt von Klempnermeister Gregor Patzschke aus der Rhön.

Im Supermarkt des Schreckens

nudeln

Karl Gong hätte es nicht für möglich gehalten, aber sie hatten es getan: Sie spielten deutsche Schlager im Supermarkt.

Karl Gong krümmte sich in Krampfanfällen auf den Produkten im Einkaufswagen, Matsch und Splitter, während über ihm eine irre Stimme trällerte:

Küss mich noch einmal.
Leck mir den Nudelschleim vom Kinn.
Meine Gefühle
Sagen mir, dass ich glücklich bin.

Als ich ihn nach drei Tagen im Krankenhaus besuchte, war er nicht mehr ganz textsicher. Aber die Schwestern hatten ihm einen Kassettenrekorder hingestellt. Er kann ja noch ein wenig üben, bis er entlassen wird (was nicht sicher ist).

Große Erwartungen zum Jahresende

Auf dem Kassenzettel stand, ich solle mit diesem irgendwann mal wieder in die Filiale kommen, um “ein Miststück für 1,99 €” zu erhalten.

Als ich dann irgendwann in der Filiale das Miststück verlangte, las die Fachkraft noch einmal gründlich nach und bedeutete mir, dass es sich um ein “Meisterstück” und damit um eine Art erstaunlich schmackhaftes Brot handele, dessen Verzehr mich nicht reuen würde.

Enttäuscht verließ ich die Filiale.

18: Vom Winter

Schneeundeis

In der Befürchtung, dass dieses Jahr auch wieder kein richtiger Winter werden würde, erwarb ich einen kostengünstigen Schnee- und Eis-Weg. Nun würde einer stimmungsvollen Weihnachtszeit nichts mehr “im Wege” stehen.

16: Kein Buchtipp

Da lag letztens immer noch dieses seltsame Buch herum: “Europa braucht den Euro nicht”.

Hohohoho!

Ich aber, wie der Autor wahrscheinlich auch, denn sonst würde er sich nicht mit so einem Quatsch wie Euro usw. abgeben, brauche den Euro schon, jedenfalls den, von dem ich mir dieses Buch kaufen würde, und deshalb kaufe ich es auch nicht.

Pech gehabt, Autor. (Kein Smiley.)