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Nitzsche

Aus dem Getränkemarkt

nitzsche

Vom allgemeinen Irrsinn angesteckt, besuchte Getränkehändler Adolf Nitzsche in Machern (man muß nur machern) am gestrigen Tage das nahegelegene Fashion Outlet Pachnicke/Rhön Außenstelle Tresenwald, um sich für die tollen Tage ein neues Outfit zuzulegen, mit dem er Kunden und Mitarbeitern nicht nur Anerkennung abnötigen, sondern auch Angst und Schrecken einjagen kann. Wichtig bei der Auswahl des Kleidungsstückes war neben der erlesenen Qualität des Stoffes und dem als Bonus beigelegten Mützchen auch die Passform, die einerseits “schlank machen”, andererseits genügend Bewegungsfreiheit gewährleisten sollte, um auf dem Hubwagen im täglichen Wettstreit mit dem irren Staplerfahrer bestehen zu können. Gewiefter Geschäftsmann, der er ist, gelang es Nitzsche, den Verkäufer auch noch einen Quirl beilegen zu lassen, mit dem die freudvolle Züchtigung sowohl der widerspenstigen Beleg- als auch Kundschaft noch einfacher gelingen wird.

Ein Lied!

Die nachfolgende Ballade wurde vom Hofarbeiter des Getränkemarktes Adolf Nitzsche in Machern (man muss nur machern) verfasst. Man kann sich dazu eine Melodie vorstellen, wenn man kann.

Europameisterschaft im Getränkemarkt A. Nitzsche

Der Sicherheitsheini hat den Stapler umdribbelt
Und wäre – hochrot – beinah abgenibbelt.
Nun stürzt er zur Erfrischung aufs Klo.
So isser: Er scheut halt das Risiko.

Refrain:
Und ich?
Werd geschnitten von den Genossen,
Denn ich habe den Elfmeter verschossen!
Ich hab den Elfmeter kläglich vergeben,
Ich möchte nun nicht mehr weiterleben.
Obwohl ich mich vorher bekreuzigt hatte,
Traf ich nicht ins Tor, sondern den Pfosten.
Bäbbeln im Osten.

In der Sektabteilung steht unsere fesche
Marketing-Isa in Torfrauenwäsche.
Durch einen besonderen Voodoozauber
Hält sie den Kasten mit Schaumweinen sauber.

Refrain

Chef Nitzsche geht grimmig bis an seine Grenzen.
Man sieht ihn den Ball über Pfandflaschen schlenzen.
Die Kunden holt er rabiat von den Beinen,
Man sieht sie sich krümmen, fluchen und weinen.

Refrain

Der Schiedsrichter bläst, mit der Pfeife im Maul:
Für die rote Karte ist er gottlob zu faul.
Ein Fläschchen Champagner, und vorbeigeschrammt
Am Abpfiff durch das Gesundheitsamt.

Refrain

So geht es in die Verlängerung.
Ich erkämpfe den Ball mit einem Sprung
Vom Pfandautomaten in Nitzsches Genick!
Nachspielzeit, Tor, was ein feiner Kick!

Und ich?
Nun werd ich gefeiert von den Genossen,
Denn ich hab das entscheidende Törchen geschossen!
Frau Isa schüttelt frustriert ihre Matte.
Ich traf ins Tor und nicht an den Pfosten!
Bäbbeln im Osten.

Aus der Wasserwirtschaft


Die neue Pfandgutschute von Adolf Nitzsche, Getränkehändler in Machern (man muss nur machern) sieht ihrer Vollendung entgegen. Sie passt schon nicht mehr in die Halle. Ihr baldiger Besitzer wird sicher in seinem Block (nitzschepop.de) über das Gefühl berichten, das ihn erfüllt, wenn er sie bald in seine Armen schließen wird.

Schönheit des Imperfekten


Dieses Design ist alles andere als perfekt.
Heutzutage weiß man ja wie das geht: Die ganzen verschiedenen Leuchter und Reflektoren (viel mehr als früher), die Stoßstange, der halbe Kotflügel, der Klopapierrollenhalter und der Reichweitenverlängerer und sonstwas die unersättlichen Kunden am Auto dran haben wollen (zum Beispiel beim Rechtsabbiegen überfahrene Radfahrer) werden in einem einzigen Bauteil zusammenkonstruiert, vom Zulieferer zugeliefert und vom Montier an einer beliebigen Ecke des Fahrzeugs (vier Stück) mit einem leichten Schmatzen eingeklickt. Keiner kriegt den Mist je wieder unzerstört auseinander, es sieht scheiße aus (darf man neuerdings schreiben, dieses Wort), und man kann besser drauf staubwischen. Sowas kommt natürlich nicht in meinen Fuhrpark. In meinen Fuhrpark kommen imperfekte Objekte, wo die Teile noch einzeln abfallen können, wenn man sie nicht jeden Monat bzw. alle 200 km fest anzieht. Man kann sich noch die Schienbeine an den Fahrzeugen einschlagen und an der Stoßstange eine Flasche Bier öffnen. Das freut auch den Getränkehändler (A. Nitzsche in Machern man muß nur machern).

Meine Karriere als Waffennarr


Von einer Reise in den Norden brachte ich die Idee mit, eine Karriere als Waffennarr zu beginnen. Sie hatten da ein Schaufenster mit Waffen drin (siehe Foto). Es schien sich um echte, gefährliche Waffen zu handeln, sonst hätten sie nicht diese stabile Gardine angebracht, schätze ich mal. Zum Preis von 20 Kästen hellem Bier hätte ich mir eine echte, gefährliche Waffe kaufen können, wenn der Laden geöffnet gewesen wäre. Einige Tage trauerte ich der verpassten Gelegenheit nach, dann ging ich in den Getränkemarkt “A. Nitzsche” in Machern und holte einen Kasten helles Bier.

Der Traum vom kleinen Panzer


Immer wenn A. Nitzsche, Getränkehändler in Machern (“man muss nur machern”), auf Reisen mal kurz wegdämmert, zieht ein kleiner Panzer an seinem Auge vorüber, ein Panzer, mit dem er auch gern einmal fahren würde, weil er sich in diesem sicherer fühlte, denn schließlich hat er manchmal die gesamten Tageseinnahmen seines Geschäfts dabei, und auch, wenn das nicht viel ist, es würde doch reichen, sich einen veritablen Rausch anzutrinken, obwohl es natürlich völlig sinnlos wäre, weil er ja selbst einen Getränkehandel besitzt, in dem er sich maßlos bedienen könnte und nur den Schwundzettel ordentlich ausfüllen müsste. Aber ein Panzer, ja, das wärs. Kanone wäre gar nicht nötig. Nur ein Chauffeur.

Die Post war da


Und hat das Erste Buch Willy gebracht! Horrido!
Herr Getränkehändler Nitzsche ist ganz aufgeregt und findet tatsächlich ein gut getroffenes Bildnis von sich im Werke! Auf Seite 1! (Wenn man von hinten liest.) (Alle lesen von hinten.)

Gelobt sei Die Verlagsgesellschaft!

P70 Wiedergeburt


Was bei unsereinem relativ fraglich ist, wenn man nicht gerade einem Orden angehört, der die Gewissheit gepachtet hat, dass man wiedergeboren wird, nämlich entweder als Schabe, Lurch, Kuh, Toaster, Betriebswirtschaftler, Donnerkeil, Engel, Pudding (haltbar bis gestern) oder Stofftier (Nitzsche): Als P70 hat man das schon mal geschafft, und zwar in relativ unveränderter Form. Wenn man dem Foto glauben darf.

Der Koch ist krank

Aufgrund unvorhergesehener Kochkrankheit ergibt sich die Gelegenheit, nochmals auf die Kochmütze hinzuweisen.


Die Kochmütze ist weiß (Ausführung: Gofthe).

Der Koch ist krank, und keiner weiß, was er hat. Der Kellner muss alle Leute wegschicken, die sich eigentlich so auf das schmackhafte Essen gefreut hatten. Und gesund wäre es gewesen! Naja, vielleicht auch nicht, wenn der Koch schon vorher krank war.
“Was hat er denn?”
“Keine Ahnung.”
“Na, auch gut.”
Unaufgeregt wandert der Hungrige weiter, denn viele Köche und Kellner harren seiner, zumindest hier in Lipsigorod, wo die Gastronomie ein nicht zu unterschätzendes Stadium annähernder Befriedigung der Bedürfnisse der Hungrigen erreicht hat. Durch Anstrengung, Damen und Herren, durch Anstrengung! Immer am heißen Herd, und vorher auf dem Markt, frische Zutaten kaufen. Wie man das aus dem Fernsehen kennt. Nicht nur Döner, na-hein! Dann müsste man ja jetzt vielleicht noch zwischen den Volksgruppen unterscheiden und womöglich Partei ergreifen, bei den Spannungen im Grenzgebiet. Der Stress! Dann lieber einen kranken Koch und zwei Bier mehr. Prost, Herr Nitzsche.

Bestiarium culinarium


Lateinisch ist nicht jedem seins.
Krabben auch nicht. Vor allem nicht in dieser Form. Hier wäre das Feuilletonwort “unappetitlich” angebracht, das öfter mal zu lesen ist, wenn zum Beispiel vom Herrn Mob berichtet wird. Dieses Exemplar Krabbe jedenfalls befindet sich schon in den ewigen Planktongründen, ist nicht mehr zum Verzehr geeignet und erst recht nicht zur Mitnahme auf längere Reisen (z.B. nach Hackpfüffel bzw. zur Olympiade nach China, wo demnächst viel geturnt wird). Oho! Turnen! Medaillen? Mehr bei A. Nitzsche, Getränkehändler in Machern (man muss nur machern).

Verheißung Hackpfüffel


Wild weht der Wind am Wege.
Karl Gong hat Mühe, die silberne Fahrmaschine gegen die peitzschenden Luftmassen voranzutreiben. Das Ortsschild! Wo ist das Ortsschild? Ist es vom sturmgleichen Hörrükänn umgelegt worden (klapp)? Oder haben es Leser dieser Zeitung entwendet, wegen des Erinnerungswertes? Hat Karl Gong möglicherweise schon den Ort passiert, lallend, der vielen geleerten Flaschen wegen? Was soll er auch tun, wenn er Monate unterwegs ist, nur um die lächerliche Distanz zwischen Lipsigorod und Hackpfüffel zu überwinden, als sich voller Scham unmäßig zu betrinken? Die Passanten reichen mitfühlend Flaschen durchs Seitenfenster. Mit Pfand! So sollte es immer sein! Er hat schon die rückwärtige Sitzlehne umklappen müssen, damit die Flaschen nach hinten in den Kofferraum durchrollen können. Sonst wäre gar kein Platz mehr, er müsste aussteigen und die Flaschen bei einem qualifizierten Getränkehändler (z.B. Adolf Nitzsche in Machern, man muss nur machern) abgeben. Aber dann käme er nie nach Hackpfüffel!

Draußen im Wind knattern die Fahnen und sehen irgendwie verschwommen aus. Wo ist das Ortsschild?

Die Ruhe nach dem Strum


Dieser Kran ist nicht umgekippt.
Denn am Freitagmittag haben die Arbeiter hinten große mit Bier gefüllte schwarze Schwämme draufgelegt (oder was ähnliches). So blieb der Kran erhalten und kann heute die umgekippten Häuser wieder aufrichten oder die nach Polen geflogenen Weihnachtsbäume zurückholen. Es zeigt sich also, dass, wenn man die richtigen Vorsichtsmaßregeln trifft, auch ein Strum, der eigentlich beabsichtigte, das gesamte Abendland zu vernichten (von der Zeitung nachgeprüfte Information), nicht ganz so schlimm wird, wenn man ihm mit ausreichend Bier begegnet. Also gleich mal den Getränkehändler (A. Nitzsche) anrufen!

Zur Drushba-Trasse!


Im Weinkeller zu Hause: Getränkehändler A. Nitzsche
Bei dem aktuellen Gezerre um die Drushba-Trasse wird weitgehend unter den Tisch gekehrt, wer die denn eigentlich gebaut hat: Nämlich die entsendeten Werktätigen der Deutschen Demokratischen Republik (DDR); vielleicht auch ein Grund, daß dieses kleine Land später an Erschöpfung zugrunde ging. Entsendet wurden Schweißer, Maschinisten, Raupenfahrer, Köche, Getränkehändler usw. Nur Herr Nitzsche mußte zu Hause bleiben, denn wäre er naß geworden, wäre er steif gefroren wie eine sibirische Wurzel. Oder sowas.

Freitag, der 13te


Pünktlich zum Tag fiel erstmal der Lipsi-Server aus.
Damit nicht noch mehr passiert, geht der gläubische Mensch vorsichtig zu Werke. So ist es nicht angeraten, Flaschen mit den Zähnen zu öffnen, Flugzeuge zwischen Häusern hindurchzufliegen oder Herrn Getränkehändler Nitzsche an der Gangschaltung herumfummeln zu lassen. Lieber lustig in die Schenke setzen und anschließend die Treppe runterfallen, möglicherweise auch am 14ten in der Frühe.

Philosophie des Dünnseins


Dieser Kopf ist eindeutig zu groß.
Einmal war Herr Nitzsche mit einem Fahrzeug unterwegs, dessen Mittelkonsole wie ein Wasserfall vom Armaturenbrett herunter plätzscherte. Dadurch ergab sich die Möglichkeit, hinter dem Wasserfall Dinge abzulegen, zum Beispiel Dropsdosen. Herr Nitzsche fragte sich in einer philosophischen Anwandlung, ob nicht alles eigentlich dünner sein könnte, als man es gewöhnt ist, und man dann dahinter nicht überall Dropsdosen plazieren könnte. Oder Getränke.

Mehr war eigentlich nicht.

Düstere Vision

Im Fernsehen verbreiteten sie mit Hilfe der BBC wieder mal Weltuntergangspanik. Der Yellowstone-Nationalpark würde explodieren und Milliarden Tonnen Lava und Asche auf der Erde verteilen.


Traumfoto

Ganz Amerika mit seinen schönen Autos und Rocknrollkapellen wäre von Asche bedeckt, sämtliche Aktien wertlos und die Lebensmittelmärkte überrannt von panischen Bürgern, auch in Europa Mord und Totschlag, weil die Wurststände darauf nicht eingerichtet sind. Natürlich träumte ich all dies in leicht abgewandelter Version nachts noch einmal durch. Als der atomare Winter sich schließlich wieder verzogen hatte, waren keine Blätter mehr an den Bäumen (siehe Foto), und alle Flaschen ausgetrunken (siehe Foto), und ob noch Pfand drauf war, stand in keiner Zeitung, weil es keine mehr gab. Wir gingen zum Getränkehändler (Nitzsche), um die leeren Flaschen gegen volle einzutauschen, aber der hatte in der Zwischenzeit das ganze Bier unter der Hand zu Wucherpreisen verschoben, was ihm wohl ordentlich Ärger mit dem Finanzamt einbringen würde (die einzige Unternehmung, die noch arbeitete). Also nahmen wir die Flaschen wieder mit nach Hause und begannen, in der langsam zunehmenden Helligkeit Hopfen und Malz anzubauen, kupferne Kessel zusammenzulöten und die Flaschen auszuwaschen.