Kategorie-Archiv: Aus der Gechichte

Aus der Gechichte

Die Pflanzschalen

Die Bier vom Grantl und mir

Ich saß mit dem Grantl bei der Huberin. Da schenkt sie uns zwei so Pflanzschalen. Was soll ich mit Pflanzschalen? Außerdem viel zu klein! Passt nicht mal eine Kartoffel rein. Da sehe ich, es sind Kekse drin. Na, wenigstens was, aber sie sind festgeschraubt. Wieso schraubt sie die Kekse fest? Mache ich sie lose, die Schrauben fallen alle runter, weil so klein. Ein Geschrei und Nachsuche, aber sinnlos. Die Kekse sind gar nicht knusprig, außerdem sehr fad, geschmacklich. Sagt sie, die Huberin, warum ich die Dichtungen esse, und der Grantl, warum ich seinen Keks esse. Da werde ich zornig und frage, ob sie wenigstens ein Bier hat zum Runterspülen von dem faden Gebäck oder ob das auch im Kühlschrank festgeschraubt ist, und der Grantl muss nun doch lachen. Die Huberin ist dann auch wieder gut zu uns, weil wir die Bier schön trinken und die Pflanzschalen loben, auch ohne Dichtungen. Auf dem Heimweg fahren wir mit dem Grantl seinem BMW beinahe den Maibaum um, und dann werfen wir die Pflanzschalen in voller Fahrt auf das Auto vom Bürgermeister, der Sau, und treffen auch gut, sie taugen also doch, die hat die Huberin gut ausgesucht.

Vom Ende einer Schaffenskrise

Als der unsterbliche Maler Gofthe nach einer längeren Schaffenskrise, während derer er rein gar nichts zustande gebracht hatte, doch wieder unerwartete Lust verspürte, „mal irgendwas hinzukritzeln“, stellte er fest, dass die Ölfarbe eingetrocknet, das Malmittelöl ranzig, die Palette verfeuert und dem Pinsel das Haar ausgegangen war. Diese für ihn völlig neue Erfahrung wollte er sofort in einem Bildwerke beglückt verarbeiten, scheiterte aber wegen oben. Der Kunstkrempelhöker war schon zu, das Internet noch nicht erfunden, aber was bitte ist ein Abend ohne fluchende Ölschmadderei im Angesicht der Unsterblichkeit? Ein Fliegendreck. Also griff er frohgemut zu Bleistift und Schmierpapier und fertigte das folgende:

April, April

Siehe: Der April
macht glatt, was er will
und sich einfach weg.
Was wird mit dem Sneg*?

Letzte Chance vertan!
Mai schleicht sich heran.
Schwierig wirds mit Kneipp,
meinem Zeitvertreib.

*) Sneg: russisch für Schnee, vgl. Sneg Idiot.

Lebensmittel

Mir ist heut nach Lebensmitteln.
Damen stehen an in Kitteln,
gieren nach dem Korb und kritteln
an den Waren und den Spitteln
im Regalkonstrukt herum.

Plötzlich kracht es: klirr, peng, bumm,
und ein Flaschenturm zerbricht!
Schöner geht ein Einkauf nicht.
Frohgemut hüpf ich nach Hause.
Beute: Butter, Bockwurst, Brause.

Vom Steinzeug

Plantreu sind die Steinzeugwerker
schon seit 16 Jahren.
Hansi Koch grüßt hoch vom Erker,
kam heut hergefahren

in der schwarzen Limousine,
um sich vorzustellen.
Später geht’s in die Kantine
zu den Frikadellen.

Alle werden profitieren:
Steinzeug, Kunst und Werker.
Hansi trinkt Bier für die Nieren,
Werker trinken stärker:

lieber Schnaps!
Happs!
Gäb es nie
in der Akakademie.

Leugnen zwecklos

Schnee fällt von unten (Beweisfoto)

Kurz bevor der böse Winter sich dünne macht, sei noch einmal darauf hingewiesen, dass in dieser Zeit, in der so vieles durch behördliche Anordnungen usw. anders bzw. gänzlich aus den Fugen geraten ist, der Schnee verschiedentlich von unten nach oben fiel, eine Tatsache, die in den sogenannten etablierten Medien keine Beachtung fand.

Weihnachten im Getränkemarkt

Nitzsche, Hofknecht, Schönleben, von links (Beweisfoto)

Der kleine Herr Schönleben hatte von seinem Getränkehändler eine Einladung zur gemeinsamen Feier des Weihnachtsfestes erhalten. Bereits am Tag danach konnte er sich nicht mehr an den Grund der Einladung erinnern, und schon gar nicht an die Feier selbst.

Wie groß war sein Erstaunen, als ihm ein Brief mit einem Foto zugestellt wurde, auf dem er mit dem Inhaber, Herrn A. Nitzsche, und dem Hofknecht des Getränkemarktes zu sehen war. Alle drei trugen Weihnachtsmannkostüme und schienen sich prima zu amüsieren. Im Brief befand sich außerdem eine Rechnung über die angeblich verzehrten Getränke, inklusive Pfand, denn „der Pfandautomat ist kaputt“.

Der kleine Herr Schönleben erstarrte, als er des geforderten Betrages gewahr wurde, beschloss nach kurzer Überlegung, nichts zu unternehmen, sich so wenig wie möglich zu bewegen und auch das Kostüm weiter zu tragen, denn es gefiel ihm, besonders die Kapuze.