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Nitzsche

Der Säufer

teeglas
Nur mit Rum genießbar: Tee (Beispielfoto)
Laut und lallend spricht der Säufer
wie ein barscher Wiedertäufer:
„Tauche tief in Trunkes Tonne,
spüre nebelhafte Wonne,
spüre Kopfweh, Übelkeit,
speie in Rabatten weit
und erkenne dich zur Gänze.
Morgen Arbeit? Lachhaft. Schwänze.“

In eigener Sache

Heute vor 15 Jahren erschien der erste Beitrag der Gazeta Lipsigoroda. Mittlerweile sind es um die 3200. Professionelle Industriepoeten würden diese Kennzahlen in der heutigen kurzlebigen Medienwelt mit ihren hoffnungsvoll aufschießenden und verglühenden Blocks zu einer Erfolgsgeschichte hochjubeln, wenn es denn Leser der Gazeta gäbe. Einer meldet sich immer wieder einmal, ihm gebührt herzlicher Dank für Treue und Zuspruch.

Es ging dem Autor allerdings immer nur darum, etwas loszuwerden, Ideen zu kitzeln, selbst Spaß zu haben und den Leserinnen Freude mit „lustigem Humor“ (Zitat Herr Willy) zu machen. Gäbe es Lipsigrad nicht, gäbe es keinen Grund, in Bildern zu kramen und sich dazu Geschichten auszudenken. Der Autor würde es verlernen und muss es also darum üben und ausüben. Im Grunde ein egoistischer Anspruch, weshalb Interaktion in Form von Comments, Likes, Dislikes, schlichtweg Community-Gebaren, abgelehnt wird.

Zwei Mitstreiter, denen Ehre und Wertschätzung für ihre Beiträge gebührt, strichen wegen mangelnder Resonanz auf die Mühen des Frohsinns die Segel; ihre Beiträge bleiben bestehen, solange der Server läuft. Herr Willy als einer der beiden Initiatoren ist auf dem Wege, wohin? Herr Jürgen pflegt mit dem Autor die Kunst des Minderheiten-Kinogangs mit Getränken.

Größter und herzlichster Dank gilt den uneigennützigen Technischen Ermöglichern des Ganzen: Peter N. & JU & Zucker. Vor ihnen beugt der Autor das Haupt und geht auf die Knie — Danke! Danke! Danke! Zunächst installiert wurde in Lipsigorod ein handgemachtes Autorensystem, später, in Lipsigrad, eine fette ausländische Blockmaschine. Auch wenn der Autor selber „was mit Computern“ macht, bleibt die Ehrfurcht vor den wirklich Wissenden immens.

Wird es weitergehen? Ja. Ohne Geld und ohne Werbung und ohne Kommentar. Mindestens noch fünf Jahre. Tag für Tag. Täglich neu. Wenn nichts dazwischen kommt bis zum Zwanzigsten.

Weiterhin viel Spaß beim Kucken.

Herr Nu

dazu der Problembär, Adolf Nitzsche (Getränkehändler in Machern, man muß nur machern), Karl Gong nebst Unangetrauter, Oma Steckwurst, Gisella Quarterbeck, der blinde Herr Schrudel, Gofthe (Maler), Klempner Patzschke aus der Rhön und der kleine Herr Schönleben.

Belohnung

champagner

Als der Hofarbeiter im Adolf-Nitzsche-Getränkekonzern vom Statistischen Bundesamt darüber informiert wurde, dass er zur oberen Mittelschicht gezählt werde, setzte er sich erst einmal mit einem Glas Schampus aufs Kanapee, bevor er nach draußen gehen und aus dem Hubwagen des Chefs die Luft rauslassen würde.

Bekanntmachung

struktur

Die höllischen Wintertemperaturen im Zusammenspiel mit dem ungeschickten Hofarbeiter haben dafür gesorgt, dass sich auf dem Hallenboden des Getränkemarktes Adolf Nitzsche in Machern (man muß nur machern) eine unzerstörbare Biereisschicht gebildet hat.  Der geschickte Hofarbeiter hat die Einkaufswagen mittlerweile mit Kufen versehen, so dass dennoch ein ungetrübtes Konsumerlebnis zustande kommen kann.

Die verehrte Kundschaft wird gebeten, sich Sandpapier unter die Schuhsohlen zu kleben.

Verhaltensregeln bei Brenzligkeit

gabelstapler

Der Gabelstapler des irren Hofarbeiters von Adolf Nitzsche, Getränkehändler in Machern (man muss nur machern), wurde in den letzten Tagen mehrmals auf den Boulevards der Metropole gesichtet, wahrscheinlich zum Zwecke der termingerechten Auslieferung von Getränken zum Fest, da die Paketzusteller nicht mehr nachkommen (die Dorfzeitung berichtete). Etwaige Passanten werden gebeten, sich mit einem beherzten Sprung in Sicherheit zu bringen, sollte das Fahrzeug sich sprunghaft, unkontrolliert oder anderweitig seltsam durch die Fußgängerzonen bewegen. Eine Absicht liegt nicht vor, technische Probleme sowie Unvermögen des Fahrers dagegen in der Regel schon. Brenzligkeit im Sinne einer Eskalation der Situation ist jedoch erst gegeben, wenn zusätzlich der liebe Herr Chef Nitzsche mit dem Hubwagen auftaucht, um das eine oder andere Rennen gegen den irren Staplerfahrer auszutragen. Dann sollten die nächsten Minuten bzw. Stunden lieber gepflegt in gesicherten Cafés bzw. Restaurants zugebracht werden (NICHT Freisitz).

Diese Information wurde in Zusammenarbeit mit dem Sicherheitsingenieur des Getränkemarktes, Herrn Burgwart Kneif, herausgegeben.

Aus dem Getränkemarkt

nitzsche

Vom allgemeinen Irrsinn angesteckt, besuchte Getränkehändler Adolf Nitzsche in Machern (man muß nur machern) am gestrigen Tage das nahegelegene Fashion Outlet Pachnicke/Rhön Außenstelle Tresenwald, um sich für die tollen Tage ein neues Outfit zuzulegen, mit dem er Kunden und Mitarbeitern nicht nur Anerkennung abnötigen, sondern auch Angst und Schrecken einjagen kann. Wichtig bei der Auswahl des Kleidungsstückes war neben der erlesenen Qualität des Stoffes und dem als Bonus beigelegten Mützchen auch die Passform, die einerseits „schlank machen“, andererseits genügend Bewegungsfreiheit gewährleisten sollte, um auf dem Hubwagen im täglichen Wettstreit mit dem irren Staplerfahrer bestehen zu können. Gewiefter Geschäftsmann, der er ist, gelang es Nitzsche, den Verkäufer auch noch einen Quirl beilegen zu lassen, mit dem die freudvolle Züchtigung sowohl der widerspenstigen Beleg- als auch Kundschaft noch einfacher gelingen wird.

Ein Lied!

Die nachfolgende Ballade wurde vom Hofarbeiter des Getränkemarktes Adolf Nitzsche in Machern (man muss nur machern) verfasst. Man kann sich dazu eine Melodie vorstellen, wenn man kann.

Europameisterschaft im Getränkemarkt A. Nitzsche

Der Sicherheitsheini hat den Stapler umdribbelt
Und wäre – hochrot – beinah abgenibbelt.
Nun stürzt er zur Erfrischung aufs Klo.
So isser: Er scheut halt das Risiko.

Refrain:
Und ich?
Werd geschnitten von den Genossen,
Denn ich habe den Elfmeter verschossen!
Ich hab den Elfmeter kläglich vergeben,
Ich möchte nun nicht mehr weiterleben.
Obwohl ich mich vorher bekreuzigt hatte,
Traf ich nicht ins Tor, sondern den Pfosten.
Bäbbeln im Osten.

In der Sektabteilung steht unsere fesche
Marketing-Isa in Torfrauenwäsche.
Durch einen besonderen Voodoozauber
Hält sie den Kasten mit Schaumweinen sauber.

Refrain

Chef Nitzsche geht grimmig bis an seine Grenzen.
Man sieht ihn den Ball über Pfandflaschen schlenzen.
Die Kunden holt er rabiat von den Beinen,
Man sieht sie sich krümmen, fluchen und weinen.

Refrain

Der Schiedsrichter bläst, mit der Pfeife im Maul:
Für die rote Karte ist er gottlob zu faul.
Ein Fläschchen Champagner, und vorbeigeschrammt
Am Abpfiff durch das Gesundheitsamt.

Refrain

So geht es in die Verlängerung.
Ich erkämpfe den Ball mit einem Sprung
Vom Pfandautomaten in Nitzsches Genick!
Nachspielzeit, Tor, was ein feiner Kick!

Und ich?
Nun werd ich gefeiert von den Genossen,
Denn ich hab das entscheidende Törchen geschossen!
Frau Isa schüttelt frustriert ihre Matte.
Ich traf ins Tor und nicht an den Pfosten!
Bäbbeln im Osten.

Mein Premium-Problem

Mein Premium-Problem bestand heute darin, dass die sogenannten Premium-Mandarinen aus dem Großschachtelverkaufsladen für extrem freche 2,99 € (wer sowas kauft, muss offensichtlich bestraft werden), sämtlich säuerlich, strohig, matschig und mit Kernen versehen waren, was mich durchaus an der Gerechtfertigtheit (was für ein Wort!) des „Premium“-Etiketts zweifeln ließ. Gut, wahrscheinlich haben sie eine lange Flugreise aus Spitzbergen oder von den Falkland-Inseln hinter sich, gammelten monatelang in Kühlhäusern herum, deren Stromzufuhr versehentlich öfter abgeschaltet wurde, und dann gibt es ja noch die Spurenübertragung der anderen verdorbenen Produkte. Ist ja alles verständlich. Da ich aber gern essbare Mandarinen essen würde, erwarte ich etwas mehr Auswahl, Golleechen. Dann darf Premium eben nicht das Ende der Fahnenstange sein. Dann will ich bitte noch wählen dürfen zwischen: Superpremium (5,99), Premiumquadrat (9,99), Quadropremium (22,99), Ultrageilpremium (49,99) und Adolf-Nitzsche-Premium (219,99). Jeweils pro 100 Gramm, versteht sich. Und zumindest letztere sollten so schmecken, wie man sich das bei Mandarinen vorstellt.

Die neue Anzeige ist da


Dem sehr verehrten Publikum zur Kenntnis, dass der hochverehrte liebe Getränkehändler Adolf Nitzsche in Machern (man muß nur machern), wohnhaft www.nitzschepop.de, weder Zeit noch Kosten noch die Mühen einer Alpenüberquerung mit dem Hubwagen gescheut hat, um die auf dem Foto, welches durch zweifelhafte „Grafiker“ in die neue Nitzsche-Anzeige „eingebaut“ wird, dargestellten echt-italienischen Bierspezialitäten heranzuschaffen, wobei sie leider schon auf der beschwerlichen Reise vollständig vom Problembären (Mitte vorn) ausgetrunken worden sind, welcher allerdings, wie Herr Nitzsche versicherte, nicht mit besonders schlimmen Vergeltungsmaßnahmen rechnen muss (wg. Tarifabkommen), nur mit den üblichen Schikanen.

Aus der Wasserwirtschaft


Die neue Pfandgutschute von Adolf Nitzsche, Getränkehändler in Machern (man muss nur machern) sieht ihrer Vollendung entgegen. Sie passt schon nicht mehr in die Halle. Ihr baldiger Besitzer wird sicher in seinem Block (nitzschepop.de) über das Gefühl berichten, das ihn erfüllt, wenn er sie bald in seine Armen schließen wird.

Schönheit des Imperfekten


Dieses Design ist alles andere als perfekt.
Heutzutage weiß man ja wie das geht: Die ganzen verschiedenen Leuchter und Reflektoren (viel mehr als früher), die Stoßstange, der halbe Kotflügel, der Klopapierrollenhalter und der Reichweitenverlängerer und sonstwas die unersättlichen Kunden am Auto dran haben wollen (zum Beispiel beim Rechtsabbiegen überfahrene Radfahrer) werden in einem einzigen Bauteil zusammenkonstruiert, vom Zulieferer zugeliefert und vom Montier an einer beliebigen Ecke des Fahrzeugs (vier Stück) mit einem leichten Schmatzen eingeklickt. Keiner kriegt den Mist je wieder unzerstört auseinander, es sieht scheiße aus (darf man neuerdings schreiben, dieses Wort), und man kann besser drauf staubwischen. Sowas kommt natürlich nicht in meinen Fuhrpark. In meinen Fuhrpark kommen imperfekte Objekte, wo die Teile noch einzeln abfallen können, wenn man sie nicht jeden Monat bzw. alle 200 km fest anzieht. Man kann sich noch die Schienbeine an den Fahrzeugen einschlagen und an der Stoßstange eine Flasche Bier öffnen. Das freut auch den Getränkehändler (A. Nitzsche in Machern man muß nur machern).

Meine Karriere als Waffennarr


Von einer Reise in den Norden brachte ich die Idee mit, eine Karriere als Waffennarr zu beginnen. Sie hatten da ein Schaufenster mit Waffen drin (siehe Foto). Es schien sich um echte, gefährliche Waffen zu handeln, sonst hätten sie nicht diese stabile Gardine angebracht, schätze ich mal. Zum Preis von 20 Kästen hellem Bier hätte ich mir eine echte, gefährliche Waffe kaufen können, wenn der Laden geöffnet gewesen wäre. Einige Tage trauerte ich der verpassten Gelegenheit nach, dann ging ich in den Getränkemarkt „A. Nitzsche“ in Machern und holte einen Kasten helles Bier.

Commander Nitzsches Papierufo


Nachdenken über Proximanien
Inspiriert von den zahllosen qualitätsjournalistischen Werbesendungen, das Auswandern aus unserem schönen Land betreffend und befördernd, entschloss sich auch Getränkemarkt-Commander Nitzsche, die Fertigung eines Ufos in Angriff zu nehmen. In Anbetracht der ungeeigneten Händlerhände reichte es dann jedoch gerade einmal für die Anschaffung eines Ufos „von der Stange“, und aus Papier. Immerhin verfügt das Projektil über vier unregelmäßig angebrachte Photonendüsen sowie eine Lenkstange, deren Griffe für Herrn Nitzsche allerdings unerreichbar weit auseinander liegen. Trotzdem sehen wir denselben auf unserem Lichtbild, wie er sich gerade mit seinem Fluchtfahrzeug anfreundet. Wie wird die proximanische Luftsicherung reagieren?

Der Traum vom kleinen Panzer


Immer wenn A. Nitzsche, Getränkehändler in Machern („man muss nur machern“), auf Reisen mal kurz wegdämmert, zieht ein kleiner Panzer an seinem Auge vorüber, ein Panzer, mit dem er auch gern einmal fahren würde, weil er sich in diesem sicherer fühlte, denn schließlich hat er manchmal die gesamten Tageseinnahmen seines Geschäfts dabei, und auch, wenn das nicht viel ist, es würde doch reichen, sich einen veritablen Rausch anzutrinken, obwohl es natürlich völlig sinnlos wäre, weil er ja selbst einen Getränkehandel besitzt, in dem er sich maßlos bedienen könnte und nur den Schwundzettel ordentlich ausfüllen müsste. Aber ein Panzer, ja, das wärs. Kanone wäre gar nicht nötig. Nur ein Chauffeur.