Kategorie-Archiv: Von wegen Hinterwald!

Von wegen Hinterwald!

Schlammgast (Wortspiel)

schlammrad

Das diesjährige Wüten der Wetterunbilden ließ die Menschen beinahe das schöne deutsche Wort “Schlamm” vergessen, bröselte und staubte doch die Landschaft unter sengendem Himmel einfach so dahin. Um so wichtiger, dass in relevanten Internetz-Informationsdiensten Erinnerungen an solche längst vergessenen Phänomene erfolgen.

Das Bild oben (Schlamm) wurde der kürzlich renovierten Enzyklopädie über Blasegast entnommen, deren Besuch nun auch mit Telefonen möglich ist und wärmstens anempfohlen wird.

Tristesse d’échappement

auspuff

Paarweise ziehen die Menschen durch die Gassen. Angstvoll fassen sie sich an den Händen. Die Sonne scheint, aber tut sie das wirklich? Vielleicht ist ja alles, alles nur ein Fake, das Wetter sowieso, wie die Häuser ringsum, die Türme und Gürchen? Man mag es kaum glauben, aber wahrscheinlich ist es ganz sicher so!

“Habsch dir dor gesacht, Else!”

 

Der Montag naht.

Vergeblich buhlt der Einfachauspuff um Aufmerksamkeit.

Immobilien 2

schillergarten

Zu den milde entsetzlichen Dingen im April zählte es, zwangsweise, in der Zapfhahnschlange, neben einem Tisch verweilen zu müssen, an dem sich Immobilienmakler betranken. Der sowieso erschütterte Glaube an die Menschheit hätte erheblichen Schaden nehmen können, wäre nicht die Besatzung der Bar flink und freundlich gewesen.

Am Montag

dresdnerbiere

Am Montag einfach mal zu Hause bleiben ist auch ganz schön. Man kann nette Menschen kennenlernen, die mit in der Wohnung wohnen, gepflegte Gespräche in angemessen geringer Lautstärke führen und das eine oder andere wertvolle Glas sorgsam zum Schnabel führen, ohne dass man es irgendwohin werfen müsste. Alles ist leidlich zivilisiert und angenehm, Qualitätsmusik orgelt vom Plattendreher, kaum lässt sich die Harmonie beschreiben, ohne in glückliche Tränen auszubrechen.

Man sollte dringend eine Kundgebung durchführen, um darauf hinzuweisen, dass es wenigen Menschen im Erdenrund vergönnt ist, einen so netten Abend zu verbringen.

Schöjnheid!

gefluegel

Ei, orr gugg, die schöjne Stadt!
Orr nee, eeh, die is so schöjn!
So ne schöjne Suborstadt
Had die Weld nor ni gesehn!
Voller Schöjnheid, Gunsd, Guldur!
Schöjnsde Stadt, nu, gloob mir nur!
Schöjn am Fluss, geschmiechd an Hügel.
Uff den Dächorn sidsd Geflügel.

Von der Sicherheit beim Schlagen der Glocken

glockenfang

Hört die Glocken schlagen: Peng!
Dingeling und Deng-Deng-Deng!
Putten halten Krönchen fest,
Dass es nicht den Turm verlässt.
Links der Herr dagegen böse:
Sinnlos, dieses Rumgetöse!
Wird nur einer unten wach
Von dem ursten Höllenkrach?
Nö. Man latscht bedämmert hin:
Glockenklang ganz ohne Sinn.
Wenn doch nur der Klöppel träfe
Einen Ochsen an der Schläfe!
Doch dagegen: Maschendraht.
Achtsam ist die Mutti Staat.

Der Praxiteles-Test

praxiteles

Noch so ein Name, denkt sich Paul Kasel aus Golzig (Name geändert), der inzwischen von der Polykleitos-Plakette zur Praxiteles-Plakette weitergerückt ist, und er kann nun doch nicht anders, das Rätsel bohrt in ihm, er macht den Praxiteles-Test, er befragt die Volontärinnen im Telefon, wer oder was der Knabe auf der Plakette (Praxiteles) war, auch ohne WLAN, das kostet!, und siehe da, interessant, er blickt sich triumphierend um, denn er weiß, er ist im Augenblick (und für mehrere Tage, Wochen, Monate?) der einzige, der nach oben gesehen hat, geschweige denn etwas über diesen Praxiteles sagen könnte.

Ob die Volontärinnen allerdings korrekte Informationen bereitstellten, bleibt zu prüfen und ist eigentlich zweitrangig.

Polykleitos (Nachruhm)

polykleitos

Was nützt der Nachruhm als Name an einem Gebäude, so schön es auch ist, denkt Paul Kasel aus Golzig (Name geändert), wenn doch keiner weiß, was da steht, also wer, und mancher denkt sich vielleicht, da sollte wohl Polyklinik stehen, ist nur falsch geschrieben, und die Wiki-Volontärinnen im Telefon befragt man doch nur, wenn WLAN ist, und auch dann nicht, denn es müssen so viele Videos angesehen werden, und dann ist das WLAN aus oder gesperrt oder die Kraftwerke für das Internet sagen, für so einen Scheiß braucht doch kein Mensch dieses Internet, und man weiß nicht, ob die Kraftwerke die Videos oder Polykleitos meinen.

Wenn er derart unausgereifte und schwammige Gedanken in Paul Kasel aus Golzig (Name geändert) hervorruft, kann man auf den Nachruhm getrost verzichten.

Temporäre vertikale Ärgernisse

krane

Als ich beim Sortieren der Fotos Frau Mond befragte, warum ich das obenstehende Lichtbild als “Bildnis der Zorn hervorrufenden temporären vertikalen Ärgernisse” beschriftete, denn eigentlich hätte ich ja gar nichts gegen Krane (Kräne), es sei denn, sie bauen irgendwelchen Mist zusammen, sagte sie, na siehste, und ich sagte, aha, soso, und sie sagte, mir haben sie eben nicht laut genug mit Trillerpfeifen ins Ohr geblasen, da würde ich den Mist schön finden, den die Kräne zusammenbauen, und alles andere ein Ärgernis.

Heute wählen!

knopfladen

Glanz des Goldes, Vielfalt und Reichtum!

Ach, es fällt schwer. Und immer wird man enttäuscht, weil die Knöpfe dann doch nicht halten (was sie versprechen). Egal, erstmal einen aussuchen, und garantiert nicht den hässlichsten (häßlichsten).

Der Problembär empfiehlt: Parteien Knöpfe mit drei Buchstaben sind zu vermeiden.