Kategorie-Archiv: Durch Fauna und Flora

Durch Fauna und Flora

So geht es nicht weiter

insekten

Wegen der viral influencten Einschränkung der Reisetätigkeit hat der Problembär als Inhaber eines sowieso nicht florierenden Hotelfachbetriebs die Politik aufgefordert, unverzüglich für Kompensation (zum Beispiel Honig oder Honigprodukte) zu sorgen, ansonsten werde man (er) den Aufstand proben und (zutreffendes hier eintragen).

Das schlampige Ziegensonett

ziege

Schau mir in die Augen, Kleiner,
bis dir schummrig ist.
Dann reich mir ein Gräslein, Meiner,
denn der Zaun ist Mist:

Hält mich fern von fetten Halmen,
fern von grünem Klee.
Sperrt mich ab von bunten Almen
und Holundertee.

Ach, wie würd ich gern genießen,
in die Meißner Tasse gießen
heißen Hollersud, geschäumt,

wo die Wiesenblumen sprießen,
Mädchen Purzelbäume schießen!
Wecker klingelt. Schön geträumt.

Abendwerk

Abendwald
Pelzige Gestalten (wahrscheinlich Waschbären)

Ich lief durch den abendlich beschienenen Auenwald. Pelzige Gestalten begleiteten mich. Wahrscheinlich Waschbären. In der Ferne knallte ein Jäger. Windräder warfen gesundheitsgefährdende Schatten. Die Kreissägen des Dorfes, vor denen ich geflohen war, zirpten hier nur noch, kaum vernehmbar. Ich riss ein paar Bäume aus, klemmte sie unter den Arm und baute im Jauchegraben eine Biberburg, um das Ansiedeln von Industrien zu verhindern. Als die Fledermäuse durch die Dunkelheit knatterten, saß ich längst in der Badewanne und hatte aus Versehen das Nachrichtenmagazin hineinfallen lassen.

Bison von Wolf gerissen!

Bison
Gerissenes Bison (Echt Foto)

Dieses Bison wurde erneut vom Wolf gerissen! Die Bisons in Deutschland sterben aus. Warum? Vom Reißen der Wölfe. Vieles deutet darauf hin.

Sie lungern hinter jedem Baum, an jeder Ecke herum. Die Wölfe. Nicht mehr die Bisons. Lange Zähne, tropfender Speichel. Wie viele sollen noch ins Land gelassen werden?

Unser Reporter fragte das Bison, wie es zu dem Angriff kam. Herr Schnitzler (Reporter, Name geändert) war sehr gespannt, erhielt aber keine Antwort. Wahrscheinlich Schock bzw. PTBS! Es (Bison) sitzt völlig teilnahmslos da (Bild). Geschockt und gestört. Wie traurig es aussieht mit seinen großen Kinderaugen!

Der Wolf kam in der Nacht, sah das Bison und wollte es reißen. Soviel ist klar! Warum zog er sein schmutziges Werk nicht bis zum bösen Ende durch? Das blutrünstige Monster? Das wäre ein Schlag ins Gesicht aller Wolfsfreunde und Gutmenschen gewesen. Sollen die sich mal ansehen, das: Eine Sauerei wie im Schlachthof!

Alle sagen, es war der Wolf. Nur die Wolfsleugner (sogenannte „Biologen“) leugnen. Was klar auf der Hand liegt.

Wie lange sollen wir die wölfischen Bestien noch dulden? Die Regierung (Sozis) tut wie immer nichts. Morgen sind es vielleicht unsere Bisons, die gerissen werden. Wie dieses hier. Jetzt schläft es ein, trotz der Gefahr! Es ist zu müde. Wie lange noch?

(Ein Beitrag von Lipsicrap, der Schundredaktion von Lipsigrad.)

Das schlampige Spatzensonett

meisenknoedel

Raspel, raspel, Spatzenschnabel,
ohne Messer oder Gabel
im sozialen Fraßgewimmel.
Danach schnaufend in den Himmel!

Mühsam strebt man auf zum Äther,
kämpft um jeden Zentimeter
und verhindert abzustürzen
nur mit lauter kleinen Fürzen.

Kurven, Loopings, Formation,
wem gebührt der Kunstflugthron?
Immer jagen, niemals trödeln!

Schmirpend rast das Bataillon
zur finalen Annektion
von des Nachbarn Meisenknödeln.​

Endlich!

wasserkraft

In Anbetracht der desaströsen Brände in Australien unternimmt auch die hiesige Regierung übermenschliche Anstrengungen, um den Ausbau regenerativer Energien massiv zu beschleunigen.

“Der Planet ist uns Verpflichtung, und Australien ist zum Glück ziemlich weit weg”, ließen sich die Minister in seltener Einmütigkeit zitieren.

Die offene Bananenflanke

banane

Der Problembär hatte im Provinzrevolver gelesen, dass es demnächst keine Bananen mehr geben würde. Nicht wegen der Einführung des Sozialismus, nein, ein Pilz würde unweigerlich sämtliche Bananenpflanzen der Welt in Kürze hinwegraffen. Die einzige Chance, jemals wieder eine Banane essen zu können, wäre der Besuch von Bewohnern ferner Galaxien, auf denen der Pilz noch nicht wütet, und die in ihren klimatisierten Raumschiffen Bananen zur Stärkung mitführen, die sie noch nicht aufgegessen oder vergammeln lassen haben.

Entsetzt rannte der Problembär zum nächsten Gemüseladen, kaufte, obwohl er sich sein Lebtag überhaupt gar nichts aus Bananen gemacht hatte, ein leuchtend gelbes Exemplar, unterdrückte eine Träne und fragte sich, wie er fürderhin ohne Bananen existieren solle.

Zu Hause angekommen fertigte er unter Zuhilfenahme einer größeren Menge Eierlikörs sowie anderer Getränkeneigen und eines Mixers einen Cocktail an, dessen Verdauung ihn mehrere Tage lang beschäftigte.