Schlagwort-Archiv: Problembär

Problembär

So geht es nicht weiter

insekten

Wegen der viral influencten Einschränkung der Reisetätigkeit hat der Problembär als Inhaber eines sowieso nicht florierenden Hotelfachbetriebs die Politik aufgefordert, unverzüglich für Kompensation (zum Beispiel Honig oder Honigprodukte) zu sorgen, ansonsten werde man (er) den Aufstand proben und (zutreffendes hier eintragen).

Analog ist besser

platte
Mal wieder eine Platte auflegen!

Der Problembär dachte bei sich, er könne endlich wieder einmal eine Platte auflegen. Gesagt, getan, er mühte sich nicht wenig, und die besorgte Nachfrage der vom immensen, disharmonischen Lärm aufgeschreckten Mitbewohner war ihm beinahe Belohnung genug. Der folgende gründliche Belastungstest mit Hilfe aller im Haushalt verfügbaren Getränke verschaffte den Anwesenden ein feines Gefühl der Zusammengehörigkeit und rettete ihnen den ansonsten wohl mit Digitalquatsch verplemperten Abend.

Es lebe der Sommer

januar

Beendet wird der Januar
in etwa zwanzig Stunden
in meiner schönen Kellerbar
nach mindest sieben Runden.

Drum geht es schon um viere los,
dann muss ich nicht so stürzen
und kann die Zeit auf deinem Schoß
mit schlimmen Witzen würzen.

Wir heben Gläser in die Höh
und freun uns auf den Sommer.
Was? Erst noch Februar? Orr nö!
Das macht mir wirklich Kommer!

Na gut. Dann ist es eben so.
Ich will nicht zu sehr klagen.
Wir sehen uns wie heute: froh
in neunundzwanzig Tagen.

Zwischen den Flaschen

katjuscha

Zwischen den Flaschen Jahren gerät das allgemein menschliche Spannungsfeld von Werden und Vergehen, Schaffen und Entsorgen, Ankunft und Abschied ins Blickfeld des verdient urlaubenden Angestellten. Wenn dann noch die beliebten Kriegsfilme ins Haus geliefert werden und die ersten Katjuscha-Batterien abgefeuert worden sind, spricht nichts dagegen, sich inspiriert in den Keller zurückzuziehen und die eine oder andere philosophische Erkenntnis Revue passieren zu lassen.

Die offene Bananenflanke

banane

Der Problembär hatte im Provinzrevolver gelesen, dass es demnächst keine Bananen mehr geben würde. Nicht wegen der Einführung des Sozialismus, nein, ein Pilz würde unweigerlich sämtliche Bananenpflanzen der Welt in Kürze hinwegraffen. Die einzige Chance, jemals wieder eine Banane essen zu können, wäre der Besuch von Bewohnern ferner Galaxien, auf denen der Pilz noch nicht wütet, und die in ihren klimatisierten Raumschiffen Bananen zur Stärkung mitführen, die sie noch nicht aufgegessen oder vergammeln lassen haben.

Entsetzt rannte der Problembär zum nächsten Gemüseladen, kaufte, obwohl er sich sein Lebtag überhaupt gar nichts aus Bananen gemacht hatte, ein leuchtend gelbes Exemplar, unterdrückte eine Träne und fragte sich, wie er fürderhin ohne Bananen existieren solle.

Zu Hause angekommen fertigte er unter Zuhilfenahme einer größeren Menge Eierlikörs sowie anderer Getränkeneigen und eines Mixers einen Cocktail an, dessen Verdauung ihn mehrere Tage lang beschäftigte.

Klaus!

fetzen
Der Stiefelersatzbehälter enttäuscht!

Problembär hinter Fetzen,
geschüttelt von Entsetzen:
Hier ist ja alles leer!
Kein Honig-Zimt-Likeer!
Kein Obladi-Gebäck!
Kein Tannengrüngesteck
und keine Branntweinmandeln!
Jetzt heißt es zügig handeln:
Versagt hat Onkel Nikolaus!
Der Stapler rollt zu Rotwein-Klaus.

Aktivitäten im Spiegel der Vorfreude

nikolaus

Der Problembär, von der eigenen Bedeutung berauscht und hochgradig kreativ veranlagt, gab sich nicht mit der Nikolaus-Konvention zufrieden, seine Stiefel vor die Tür zu stellen, zumal er gar nicht über solche verfügte (aus Mangel an Füßen). Selbst Jesuslatschen befanden sich nicht in seinem Besitz, von Trampern mit Ledersohle ganz abgesehen.

Also fasste er sich am Vorabend des Nikolaustages ein Herz sowie ein (um seine eigene Integrität nicht zu gefährden) stumpfes Messer, setzte sich auf den aus dem VEB Getränkekombinat “ausgeliehenen” Gabelstapler, kippte das Sofa seiner Wirtsleute um, schlaaatzte ein paar Löcher hinein und freute sich über das noch unausgefüllte Volumen, das dem freundlich gesinnten nächtlichen Gast zur Verfügung stehen würde, um Pfefferkuchen, Spekulatius, Piccoloflaschen oder Rekord-Briketts darin zu versenken.

Problembär-Camouflage

bunt

Bis vor kurzem war der Problembär für die rauhen Lebensbedingungen im Freien optimal  gerüstet, die farbenfrohe Kleidung fügte sich perfekt in die verschwenderische Pracht des verglühenden Herbstes ein, die wenigen Fressfeinde, die ihm nach der Wäsche trachteten, übersahen ihn, und die Trinkfeinde verscheuchte er, wenn er überraschend aus einem intelligent ausgesuchten Hinterhalt brach.

Doch nun würde es langsam Zeit werden für den steingrauen Pullover des kahlen letzten Siebentel des Jahres, und der einzige Schmuck (neben dem dezenten Kragen in Tümpelgrün) würde eine zerbrechliche Brosche aus trockenem Hagebuttenästchen inklusive verschrumpelter roter Frucht sein, von stabilen Spinnenweben in Form gebracht.

Seine Hoheit Spricht

hoheit

Es war einmal ein Land,
von dem war ich der Kaiser.
Da kam das Volk gerannt
und meinte, es sei weiser.

Ich hab zwar meinen Stolz
und liebe das Regieren.
Doch hack ich lieber Holz
und widme mich den Bieren,

die abends vor mir stehn,
als jemanden zu knechten.
Die Macht soll von mir gehn
und krönen die Gerechten.

Doch weil ein jeder fehlt,
mal wenig und mal schlimmer,
sei ständig neu gewählt,
sei keine Macht für immer.

Und reißt wer auf das Maul,
er wär der neue Führer,
dann sind wir gar nicht faul
und schneiden ihm den Rührer

ab.

Bitte bewerten Sie Ihr Hotelzimmer

bettbaer

Als der Problembär nach dem Urlaub sein Postfach aufräumte, fand er auch die dringliche Forderung seines Reisebüros, doch bitte das gebuchte Zimmer, in dem er einige Nächte zugebracht hatte, zu bewerten, damit weitere Reisende aus seinem Probewohnen Nutzen zu ziehen in der Lage wären.

Der Problembär versuchte sich zu erinnern. Da war die straff eingestellte Klimaanlage und die schier unendliche, weiße Bettfläche, auf der er sich vorkam, als würde er seine freien Tage nördlich des Polarkreises verbringen, was ihm nicht im Traum eingefallen wäre, der gefährlichen Eisbären wegen. Immerhin strahlte die Abendsonne so lange ins Gemach, dass er in der Lage war, die Nachttischlampe zu erreichen, bevor die Dunkelheit hereinbrach. Erschöpft war der Problembär schließlich eingeschlafen, während der Kühlschrank in unerreichbarer Ferne vor sich hin ratterte, den Bauch voller mitgebrachter Getränke.

Um das Hotel nicht in Schwierigkeiten zu bringen, sah der Problembär von einer Bewertung ab.

Weiß-Rot

weisswein

Ach, des Sommers Ende nun
ist gekommen, ist gekommen.
Gibt es letzthin eins zu tun:
Schlückchen Weißwein eingenommen.

Heiß war Sommers Atem oft,
kühl die Flaschen, kühl die Flaschen.
Kleine Änderung im Loft:
Rotwein kommt jetzt in die Taschen,

die man zur Terrasse trägt.
Mehr Rioja! Mehr Chianti!
Stiller Garten, Straße bläkt.
Korken zieh, hopp-hopp, avanti!

Auf Geheiß des Therapeuten

kletterbaer

Der Problembär, dem vom Therapeuten geraten worden war, kontemplativ und in freudvoller Anstrengung auf einen Berg zu steigen, um sich dabei quasi im Vorübergehen seiner mentalen Probleme zu entledigen, wählte natürlich die anspruchsvollste Route (7c), verstieg sich, rutschte in einen Kamin, wo er sich hoffnungslos verkeilte, und hatte nun also noch ein Problem mehr, das nicht vom Therapeuten, sondern von der von aufmerksamen Wanderfreunden alarmierten Bergrettung gelöst werden musste.

Vom Einkauf zurück

baerbier

Der Problembär war einkaufen gewesen, und wir fragten ihn, wo denn die Wurst, der Käse, das Brot, das Klopapier, die Zahnpasta und das Katzenfutter abgeblieben seien, er aber zuckte nur die Schultern, wenn man überhaupt von Schultern oder Zucken sprechen konnte, und machte sich stillvergnügt an die Dosenlasche heran.

Aspekte einer Gebirgswanderung

problembaerentasse

Der Problembär musste sich den Rucksack unter anderem mit der Thermosflasche, den Teebeuteln, der Milch und dem Zucker sowie seiner Problembärentasse teilen. Bei der wohlverdienten Gipfelrast hob ein Palaver darüber an, wie sich eine Umverteilung des Tees in den Körper des Problembären auf die Trageeigenschaften des Rucksacks auswirken würde, zumal auch noch mehrere Kekse, Cracker, Salamischeiben und Energieriegel ins Spiel kamen. Einigkeit bestand darin, die Problembärentasse komplett auszutrinken, sorgfältig zu reinigen und zu trocknen, um die Integrität des Problembären nicht zu gefährden.

Von den Weiterbildungen

stuehle

Der Problembär, dem von der Flurförderzeugführerprüfanstalt ein Abendkurs in technischem Zeichnen anempfohlen worden war, um seine Orientierung im Raum zu verbessern und damit die Unfallhäufigkeit zu senken, die laut Auskunft seines Chefs Herrn Nitzsche, Getränkehändler in Machern (man muß nur machern), bedenklich zugenommen hatte, scheiterte schon am Aufstellen der Objekte, die er zu Übungszwecken abzuzeichnen gedachte, und musste vom Kulturfunktionär aus seiner Verkeilung befreit werden.

Die Reise zu den Sternen (Auszug)

area51

Bei einem Arbeitsbesuch in Area 51 wurde der Problembär in die Welt des beweglichen Geschirrs eingeführt, die ihn jedoch aufgrund der fehlenden Gläser rasch zu überfordern schien. Die anschließende Aufforderung, es doch gleich einmal in der angeschlossenen Kantine vom Untertassenwäscher zum Millionär zu bringen, quittierte der Problembär mit umgehender Flucht zur Greyhound-Haltebucht, die sich jedoch schon nach wenigen Tagen als Attrappe herausstellte.

(Wird eventuell fortgesetzt.)

Vision, Tatkraft, Hoffnung

aggregat

Heute wird ein Bier gebraut,
das mich auf die Bretter haut.
Vollmundig, im Abgang zart,
Hopfennoten krass am Start,
Malz geröstet und geklopft,
dass mir schon der Speichel tropft,
wenn ich nur dran denke.
Ist es fertig, schenke
ich es freudig aus.
Freunde, kommt ins Haus,
Alubecher hochgehoben,
Laut sollt ihr den Brauer loben!
Singen soll der Meistersänger,
knallen soll der Steinbruchsprenger,
flattern soll die Maurerhose,
saufen soll der Vollmatrose!
Prosit auf dem Kanapee:
La paloma und oweh!