Kategorie-Archiv: Produkt-Magasin

Produkt-Magasin

Wurst

Wurstspeicher (Beispielfoto)

Der Trend zum Veganismus ist ungebrochen, auch wenn die Leserbriefseiten der Lokalpresse langsam den Schlammsuhlen des sogenannten Internets Konkurrenz machen, wo sich die konservative Elite am bösen „liberalen“ Zeitgeist, der das Volk „diktatorisch“ unterjocht, abarbeitet. Zur Beruhigung: Man kann noch Wurst kaufen, einschlägige Speicher scheinen zu existieren. Ob in „Wurst“ allerdings noch Fleisch enthalten ist (oder jemals war), entzieht sich der Kenntnis der Redaktion.

Notwendige Richtigstellung

Während bei modernen Sonnenschutzmitteln durchaus auf das Haltbarkeitsdatum zu achten ist, weil die Schutzwirkung nach wissenschaftlichen Studien (amerikanische Experten usw.) stark nachlässt bzw. gar nicht mehr vorhanden ist, kann die Anwendung klassischer Produkte bedenkenlos noch nach Jahrzehnten mit besten Resultaten vorgenommen werden.

Von der gesunden Ernährung

Beispielfoto: Tee (noch ohne Honig)

Wir sitzen hier und kauen Blätter
und werden dabei garni fetter.
Denn grüne Blätter sind vegan
und setzen niemals Fett ni an.
Danach gips Tee mit Honig.
Fett wermer davon ouh nich.
Jedoch die Pilsnerrunden
verhelfen zu den Pfunden
an Hüften, Bauch und Po.
Soso. Soso. Soso.

Notwendige Erinnerung

Rasier dich ohne Qual
mit Eisen von Punktal.
Rotiere ohne Schrecken
in Markenrheumadecken.

Iss nur vom besten Brei:
Verzweiflung geht vorbei.
Trink Kaffee ohne Leiden
durch Filter ganz aus Seiden.

Es helfen bis zum Tod
Produkte dir aus Not,
Bedrängnis und Verheeren.
Drum solltest du sie ehren.

Von der Leberwurst

Die Leberwurst ist fabelhaft,
gibt Klugheit dir und Manneskraft.
Auf frisches Brot musst du sie schmieren,
dann wirst du nie ein Spiel verlieren,

ob Handball, Tennis oder Schach.
Iss sie ganz auf an einem Tach,
sonst tut sie dir vlei noch verderben!
Du kannst sie auch vegan erwerben.

Neu bei Nitzsche

Nachdem es in den letzten Wochen wiederholt zu Beschwerden von Seiten der Kundschaft über den Gabelstaplereinsatz des angestellten Problembären (Hofbestarbeiter) gekommen ist, wurde durch Mich, Herrn Getränkehändler A. Nitzsche in Machern (man muss nur machern), die Anschaffung eines Kompaktlastkraftwagens initiiert, der die Schwere der im innerbetrieblichen Verkehr zugefügten Verletzungen in Grenzen halten sollte. Das Fahrzeug wurde aus Beständen der Pionierautobahn besorgt (vom (richtigen) LKW gefallen). Durch das begrenzte Fassungsvermögen sind in Zukunft häufigere und wesentlich zügigere Fahrten in den entsprechenden Betriebsräumen und -höfen zu erwarten. Selbst schuld, Kundschaft! Ende der Durchsage. Nitzsche, Chef.

Neu bei Nitzsche

Die Belegschaft liegt dem Chef, dem sehr geehrten Getränkehändler A. Nitzsche in Machern (man muss nur machern), sehr am Herzen, nicht nur auf dem Geldbeutel (wenn auch dies besonders schmerzhaft). Der Arbeitsschutz spielt beim Überleben der Mitarbeiter eine nicht überragende, aber durchaus wahrnehmbare Rolle. So ist es zum Beispiel nötig gewesen, die für das Mosten unabdingbare Beerenrüttelanlage idiotensicher abzudichten, weil ein Angestellter (Problembär) aufgrund phonetischer Ähnlichkeiten im Aggregat-Namen bzw. LRS sich permanent hat durchrütteln lassen, und zwar während der Arbeitszeit. Die Mehrkosten waren immens, aber was tut man nicht alles, wenn man den Hofknecht lieb hat. Ende der Durchsage. Nitzsche, Chef.

Neu bei Nitzsche

Die Belegschaft des Getränkemarktes A. Nitzsche in Machern (man muss nur machern) ist dringend angehalten, die auf den Nachbargrundstücken angebauten Früchte, Stauden und Gemüse genau im Auge zu behalten, um den für die Ernte günstigsten Zeitpunkt nicht zu verpassen. Die vorzugsweise bei Mondschein (Tradition) gewonnenen Grundstoffe werden in den jüngst „angeschafften“ Bottichen in Halle 7 vergoren; die Endprodukte sind nur für Führungskräfte genießbar. Sollten sich die Nachbarn über „seltsam ausgedünnte“ Plantagen beschweren, wird wahlweise auf den Borkenkäfer oder Busse mit osteuropäischen Kennzeichen verwiesen. Ende der Durchsage. Nitzsche, Chef.

Neu bei Nitzsche

Der neue Multifunktionsteich auf dem Firmengelände von A. Nitzsche, Getränkehändler in Machern (man muss nur machern), unterliegt strengster Kontrolle und Pflege. Nur so kann er seinem Multizweck der Speisefischgewinnung, Pfandgutwäsche, Damenbadestelle, Löschwasserbereithaltung und Quellwassergewinnung (für das beliebte Kraftbier) zur Zufriedenheit von Kunden und Belegschaft gerecht werden.

Was der Markt verlangt

Augenscheinlich wird hier auf ein Stelzbockauto angespielt, nach dem „der Markt“ möglicherweise „verlangt“. Höchstwahrscheinlich handelt es sich zu allem Unglück auch noch um einen sogenannten Pluginhybriden, der als Ballast verschiedene ungenutzte elektrische Aggregate spazierenfährt, bei deren Produktion die Umwelt (woanders) ruiniert wird.

Das Bild wurde von Gofthe nach Anweisungen des „Autopapstes“ hingeschmiert; er schämte sich allerdings, es zu signieren.

Keine gute Frage

Ich war erschöpft von den allgemeinen Zuständen, wie alle um mich herum, jedenfalls kam niemand ohne einen genervten Verweis auf dieselben aus, sofern man sich denn überhaupt austauschte. Jeder tappte missmutig herum und ließ „den Frühling“ machen, in der irren Hoffnung, durch die wild ausschleudernden Allergene würde irgend etwas an der Situation besser werden. Es war keine Zeit für Antworten, die waren alle gegeben, und sie schienen falsch, wenigstens zweifelhaft zu sein. Also brauchte man auch keine Fragen zu stellen, am wenigsten an sich selbst.

Leider funktioniert Einsicht prinzipiell nicht als Vorgabe für die Realität. Ich stellte mir eine Frage. Ich konnte es nicht verhindern: Wie, um alles in der Welt, kann ich in der Packung die eine Scheibe Käse ohne Gentechnik identifizieren?

Wiederkehrendes Vorkommnis

Auf der Flucht (Beispielfoto)

Da war wieder dieses Geräusch! A. Nitzsche sprang behende zur Tür hinaus auf den Hof und konnte gerade noch sehen, wie der Problembär den eben abgebrochenen Stern von Professor Schnerzels Automobil im Overall verschwinden ließ, johlend zur Zugmaschine rannte, die mit laufendem Motor wartete, aufsprang und mit quietschenden Hartgummireifen verkehrtherum in der Einbahnstraße verschwand, um im Saunaparadies die bestellten Kraftbierfässer auszuliefern. Seufzend wandte sich A. Nitzsche um, stapfte an die Kasse, nahm vom Professor unter Vollzug mehrerer unterwürfiger Bücklinge („Darf ich Ihnen heute zehn Prozent Rabatt anbieten, Verehrtester?“) die erkleckliche Summe von 240,99 „Taler, hahaha“ entgegen (für die Gattin nur der beste Roséwein) und betete inständig, dass die hereinbrechende Dunkelheit das Fehlen des Sterns unbemerkt bleiben ließe. Schließlich, das wusste A. Nitzsche, parkte der Wagen derzeit auf der Straße, weil die Garage des Professors frisch tapeziert wurde. Und da kann man als Besitzer eines Mercedes „froh sein, dass niemand ein Stück Kohlenanzünder auf den Reifen legt, ein abgebrochener Stern ist dagegen eine Lappalie, der soll sich nicht so haben“ (Problembär).

Vom Friseurhandwerk

PGH Friseurhandwerk Oschatz Betrieb VII

Ich vermisse den Friseur
eigentlich nicht allzu seur.
Lange Haare sind doch hüppsch,
wenn auch ab und zu gestrüppsch.
Bin nicht scharf zu sein gestriegelt.
Schlimmer scheint mir, wär verriegelt
der Getränkehändler Nitzsche:
Dann wär’s düster auf der Klitzsche.

Der Kreislauf

Standhaft harrt die gelbe Tonne.
Strahlend scheint die gelbe Sonne
über fernen Wolkenfeldern.
Vollbetankt mit Notfallgeldern
fliegt uns der Paketpilot
schnaufend unser täglich Brot
aus der weiten Welt heran.
Wir entsorgen es sodann.