Kategorie-Archiv: Gekrakel von der Schreibtischunterlage

Gekrakel von der Schreibtischunterlage

Sachsendreier, untauglicher Versuch

Sachsendreier, zusammengeschmiert von Gofthe

Die Landesspirale der politischen Bildung hatte einen künstlerischen Wettbewerb ausgeschrieben, der das Ziel verfolgte, den mittlerweile etwas problematischen Ruf, den der Rest der Bevölkerung draußen hinter der Landesgrenze von den inneren Landeskindern gewonnen hatte, mit einer gewissen selbstkritischen, augenzwinkernden Milde sympathisch darzustellen (lustiger Humor), um ihn „ironisch“ „zu brechen“. Wie mit etwas Nachdenken zu vermuten gewesen wäre, traute sich natürlich kein Künstler bzw. Werbefuzzi aus Angst vor den Reaktionen in den „sozialen“ Medien, irgendetwas einzusenden. Mit Ausnahme von Maler Gofthe, der wie immer unter chronischem Geldmangel litt, keine Vernissagen hatte, bei denen er sich auf Kosten der Galeristen durchfressen konnte, und dem aufgrund seiner Unsterblichkeit eine gewisse Unerschrockenheit eignete.

Als die Juroren die einzige Arbeit des Wettbewerbs (Sachsendreier, Gofthe, Filzstift, 21cm x 15cm) erblickten, sagten sie ihn ab, schickten das Bild an diese Redaktion, die jeden Mist veröffentlicht, und gingen ihrer Wege.

Im Namen des Auftrags

Der kleine Herr Schönleben zog sich die Kapuze über den Kopf. Eben hatte er einen Anruf vom Art Director der Agentur erhalten, in der er, wenn er sich recht erinnerte, angestellt war. Die Stimme des Directors, der gar kein Direktor war, was ihm regelmäßig von Herrn Schönleben vorgehalten wurde, hatte sich überschlagen, die Membranen des Lauterzeugers hatten geklirrt, die Schönlebenschen Ohren flatterten selbst jetzt noch, unter der Kapuze. Es ging wohl um einen Auftrag, der liegengeblieben war, genauso wie sein Beauftragter, Herr Schönleben, auch liegenblieb, täglich, länger als er plante, aber kürzer als er könnte.

Nach einer ausführlichen Betrachtung der leeren Kaffeedose und dem Lauschen nach dem Geschrei der Nachbarn durch Decken und Böden des großen Hauses hüpfte der kleine Herr Schönleben behende auf sein Sofa, um sich erst einmal grundlegend weiterzubilden und damit irgendwann den vermessenen Ansprüchen seines Art Directors (in Gänsefüßchen) Genüge zu tun.

Federweiser

federweiser

Als wir neulich den Flecken Gordemitz durchrollten, konnten wir aus den Augenwinkeln erkennen, dass in großen Lettern ein FEDERWEISER annonciert wurde. Leider war es bei der rasenden Fahrt nicht möglich, ein Lichtbild desselben zu fertigen, weshalb auf die Dienste des bekannten Kunstmalers Gofthe zurückzugreifen war, der in kürzester Zeit und bekannter „Qualität“ seine Interpretation hinschmierte (siehe oben).

I am the UHU


Schade daß es in Dresden keine indianischen Schamanen oder deutsche Hexen (mehr) gibt. An der Deutung meiner zahlreichen Träume hätten die wahrlich ihre Freude. Nachdem ich von Freitag auf Samstag für gewöhnlich vom -oft nuklearen- Schlagabtausch mit teilweisem anschließenden Untergang des Abendlandes träume, kommt am Samstag zum Sonntag Anderes in den Mittelpunkt der Handlung. Diesmal war es eine Reise in den Norden. Irgendwie sah es da so aus wie in Saßnitz. Endlich angelangt, suchte ich den Eingang in ein wuchtiges Gebäude aus Beton, welches eher wie ein Fels in den grauen Himmel ragte. (Warscheinlich von Stuttgarter Architekten 1998 als Kindergarten gebaut). Der Eingang war nirgends aufzutreiben- dafür fand ich in einer windgeschützten Nische diesen Uhu vor (siehe Abb.).