Archiv für den Monat: Mai 2016

Ausgleich

Dusche

Das Internet ist übervoll mit Bildern, die die KatzenfreundInnen über die Maßen entzücken, erbauen, beglücken usw. Um das Gleichgewicht der Kräfte zu wahren, ist es allerdings unumgänglich, auch die leider sehr unterrepräsentierte Katzenkritik einmal zu Wort kommen zu lassen.

[Wird nicht wieder vorkommen.]

Aus der Wirtschaft

mautomobile

Ob die weitgehende Anonymisierung des Firmennamens eine erfolgversprechende Geschäftsstrategie sein kann, wird sich erst noch erweisen müssen. Allerdings kann man gewiss zuversichtlich sein, bei diversen Popstars hat es ja auch funktioniert (zum Beispiel J).

Gemeinplätze

Das Leben ist zu kurz, um schlechten Wein zu trinken, sagt Ilse Tschie.

Das Leben ist zu kurz, um genug guten Wein zu trinken, sagt Karl Gong.

Und der Wein ist zu gut, um ein kurzes bzw. langes Leben zu haben, sagen der Arzt und der Apotheker.

 

Wochenendgrundstück

Sprungturm

Ich hatte kein Lotto gespielt und deshalb etwas Geld übrig. Also kaufte ich mir ein Wochenendgrundstück am Fluss. Es war ziemlich vergammelt, aber da ich es nur am Wochenende betreten durfte und man ja zumindest am Sonntag nichts arbeiten darf (wg. Leitkultur, christliches Abendland usw.), blieb es so vergammelt bzw. vergammelte noch mehr. Egal.

Am wenigsten vergammelt vom Wochenendgrundstück war der Sprungturm (Foto). Deshalb benutzte ich ihn sehr gern. Er hatte einen schönen langen Anlauf. Ich konnte losrennen wie ein Blöder, und wenn ich günstig absprang, landete ich in der Mitte des Flusses, wo die Tiefe beinahe ausreichend war, um sich nicht die Zehen zu prellen.

Im Winter ist es doof mit den Eisschollen. Auf einem Kreuzfahrtschiff zu landen empfiehlt sich nicht, denn die Personen sind nicht die Jüngsten, und man weiß nicht, was passiert, wenn sie sich erschrecken.

Stroboskopeffekte

Stroboskopeffekte

Weil dem Problembären die Musik alleine beim Plattenabend nicht ausreicht (zu kleine Ohren), funzelt er gern mit der Taschenlampe herum, benutzt Spiegelscherben und Tempolinsen, um gewagte optische Effekte zu erzielen.

Damit nichts Schlimmes passiert, wurde der Problembär deshalb von den anderen Insassen dazu verpflichtet, den Gefahrenbereich mit Warnschildern zu markieren.

Vom Decken des Eiweißbedarfs

Fischereihafen

Um ihren Eiweißbedarf zu decken, müssten die Bergarbeiter abends noch mit eigentlich ungeeigneten Booten zum Fischen auf den gefährlichen See hinausfahren. Allerdings sind sie meist so entkräftet von der Mühsal des Tages, dass die Boote im Hafen verbleiben und Moos bzw. Gammel ansetzen. Da man diesen auch essen kann, sieht man spät am Tage die Bergarbeiterfrauen mit Töpfen und Schabern zum Hafen laufen, denn irgendwas muss ja schließlich auf den Tisch.

Glyphodings

Glyphodings

Das mit diesem Glyphodings, sagt Karl Gong in Maßen erregt, wir wollen es nicht verbieten, weil es nur alles andere verrecken lässt, Kräuter, Käfer, Vögel — alles außer uns und unser Fressen, das wir dann zur Hälfte wegschmeißen oder verfeuern, damit wir Internet gucken können.

Ja, aber, wir kriegen doch davon auch ein bisschen Krebs, oder? fragt Ilse Tschie.

Na, hoffentlich! brüllt Karl Gong, und, nach einer Kunstpause: Wir sind doch echt die beschissenste Spezies auf diesem Planeten!

Willkommen in Zützen

Am Ortseingang von Zützen im Spreewald ist ein amtlich aussehendes Schild befestigt, auf dem ohne weitere Erklärung die folgenden beiden Worte zu lesen sind:

Schädlinge
Allergien

Gibt es eine bessere Methode, den ungeliebten Rest der Menschheit zur ungebremsten Durchreise zu bewegen?

Knisternd am Getränkespender

Getränkespender

Knisternd und raschelnd vom trockenen Lehrstoff stürzte der Problembär auf den Flur. Ein Getränkespender! Doch was aus dem güldenen Hahn rann, erfreute das Herz des Studierenden in keiner Weise. Erschüttert begab er sich hinfort, zum Kühneleum:

Kühneleum
Das Kühneleum ist möglicherweise nach einem Herrn (Prof.? Dr.?) Kühne benannt.

Ob hinter der Tür des Kühneleums Getränke gereicht wurden, entzieht sich allerdings der Kenntnis des Chronisten.

Erste Enttäuschungen

Hörsaal

Beim Studium der Verfahrenstechnik ließen die ersten Enttäuschungen nicht lange auf sich warten. Kaum eine Studentin hatte sich für dieses interessante Fachgebiet eingeschrieben, alle wollten nur ÄrztInnen, RechtsanwältInnen oder LokführerInnen werden. Im Hörsaal gab es selten jemanden, den der Problembär hätte mit Papierkügelchen bewerfen können. Und, was das schlimmste von allem war: Es ging bei diesem Studium gar nicht um die Herstellung von Getränken! Jedenfalls nicht in den ersten drei Vorlesungen. Der unmittelbare Rückzug aus der akademischen Welt stand kurz bevor.